Das Land Nordrhein-Westfalen fördert seit einiger Zeit die Schaffung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge an Stellplätzen von Mehrfamilienhäusern. Dadurch sollen auch Mieter auf Elektromobilität umsteigen können. Nach einer zwischenzeitlichen Unterbrechung steht die Förderung jetzt mit frischem Geld und leicht angepassten Konditionen wieder zur Verfügung.
Düsseldorf. Das Land NRW stockt die Förderung für Ladeinfrastruktur auf – davon profitieren auch die Eigentümer von Mehrfamilienhäusern und ihre Mieter. Das Förderprogramm „progres.nrw Emissionsarme Mobilität“ wird für die Jahre 2026 und 2027 um insgesamt 25 Millionen Euro erweitert. Das hat das zuständige NRW-Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie jetzt mitgeteilt. „Die Förderung ist Teil der Ende Juli vorgestellten Zukunftsoffensive NRW“, schreibt das Ministerium in seiner Mitteilung.
Im Bereich der Wohnimmobilien unterstützt die Förderung die Schaffung von Ladeinfrastruktur an Stellplätzen von Mietern in Mehrfamilienhäusern, also Gebäuden mit mehr als zwei Wohneinheiten, die über maximal fünf Stellplätze verfügen. Sowohl Vermieter, als auch Mieter und Wohnungseigentümergemeinschaften können die Förderung beantragen. Die Antragstellung erfolgt digital über die Website der Bezirksregierung Arnsberg, welche landesweit als Bewilligungsbehörde für das Förderprogramm zuständig ist.
Ladestationen für Mieter: Förderung durch Zuschüsse
Die Förderung beläuft sich auf maximal 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben von bis zu 1.500 Euro je Ladepunkt. Bei großen Unternehmen ist die Förderung auf maximal 20 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben bis zu 1.500 Euro je Ladepunkt gedeckelt. Die Zuwendungen unterhalb einer Bagatellgrenze von 500 Euro werden nicht bewilligt beziehungsweise ausgezahlt. Die Stromversorgung für den Ladepunkt muss entweder über einen Ökostrom-Liefervertrag oder über eine regenerative Stromerzeugung vor Ort, zum Beispiel eine PV-Anlage, sichergestellt werden. Alle Details zur Förderung sind hier zu finden.
„Wir sehen gerade am Rhein, was die Klimakrise wirtschaftlich bedeutet: weniger Ladung, mehr Kosten, gedrosselte Produktion. Klimaschutz ist immer auch Wirtschaftsschutz“, sagte die zuständige Ministerin, Mona Neubaur (Bündnis 90/Die Grünen). „Wer jetzt in klimafreundliche Mobilität investiert, macht sich unabhängiger von genau solchen Krisen. Wir schaffen neue Ladeinfrastruktur da, wo der Ausbau noch zusätzliche Impulse braucht – damit Mieterinnen und Mieter leichter umsteigen und Speditionen ihre Flotten auf E-Lkw umstellen können.“
Wie berichtet, gibt es auch ein ähnliches Förderprogramm des Bundes mit etwas anderen Förderkonditionen. Informationen darüber sind hier nachzulesen. Haus & Grund Rheinland Ruhr berät nicht zu Förderprogrammen. Rückfragen beantworten die zuständigen Bewilligungsbehörden.
Dieser redaktionelle Beitrag wurde von Haus & Grund Rheinland Ruhr verfasst.
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